Die Stadtkapelle Bergen-Enkheim lud am vergangenen Samstag zu ihrem Weihnachtskonzert ein und bot dem Publikum einen musikalischen Abend, der in Erinnerung bleiben wird. Es war das erste Konzert unter der Leitung des neuen Dirigenten Alexander Gröb – und was für ein Auftakt! Mit einem anspruchsvollen Programm und einer charmanten Rede bewies Gröb seine Fähigkeit, sowohl die Musiker:innen als auch das Publikum zu begeistern. Die Resonanz ließ nicht lange auf sich warten: „Die Stadtkapelle hat noch nie so gut geklungen!“ – so das begeisterte Feedback aus den Reihen der Zuhörer:innen.

Den Auftakt des Abends gestaltete das Nachwuchsorchester der Stadtkapelle unter der Leitung von Lennart Fleischer. Das junge Ensemble, das erst in diesem Jahr neu aufgebaut wurde, beeindruckte mit deutlichen Fortschritten – sowohl in der Klangqualität als auch in der Größe des Orchesters. Es zeigte sich, dass hier mit viel Engagement und Leidenschaft gearbeitet wird.
Der erste Konzertteil stand unter dem Motto einer musikalischen Weltreise. Von einem deutschen Festmarsch führte die Stadtkapelle ihr Publikum in die tiefen Wälder Frankreichs, weiter nach Irland und schließlich in die USA. Besonders begeistert zeigte sich das Orchester beim Stück Oregon von Jacob de Haan – ein Highlight, das die Freiheit und Weite der Prärie musikalisch eindrucksvoll darstellte. Den Abschluss der ersten Hälfte bildete das packende Werk Montaña del Fuego von Markus Götz, das die Feuerberge Fuerteventuras in eruptiver Klangkraft auferstehen ließ.
Im zweiten Teil präsentierte sich die Stadtkapelle von ihrer weihnachtlichen Seite. Das Highlight dieses Abschnitts war zweifellos *The complete Harry Potter*, ein 12-minütiges Werk, bei dem der Saal in Dunkelheit getaucht war und nur die Pultleuchten für eine magische Atmosphäre sorgten. „Gänsehaut pur“, so lautete das Urteil vieler Besucher:innen, die von der Inszenierung und der Klangqualität tief beeindruckt waren.

Charmant durch den Abend führten die beiden Moderator:innen Oliver Eibl und Anna Leitzbach. Ein besonderes Highlight war der Besuch der amtierenden Apfelweinkönigin Marie-Sophie I., die nicht nur das Publikum begrüßte, sondern selbst als Trompeterin aktiv zum musikalischen Erfolg des Abends beitrug.

Vor einem ausverkauften Haus zu spielen, war für die Stadtkapelle ein großer Erfolg – und ein Zeichen dafür, dass sich die monatelange Vorbereitung gelohnt hat. Die Musiker:innen bedanken sich herzlich bei allen, die zu diesem besonderen Abend beigetragen haben: dem treuen Publikum, den Unterstützern und natürlich auch den Dirigenten, die diesen Abend so unvergesslich machten.
Es bleibt spannend, wie sich die Stadtkapelle unter der neuen musikalischen Leitung weiterentwickeln wird. Eines ist jedoch sicher: Das gestrige Konzert war ein Meilenstein, der viel Vorfreude auf zukünftige Konzerte weckt.
(Text: Sarah Bilder: Conny Heuschuch)








